Obstwiesen für Mensch und Tier

“Hier gibt es noch Kühe und Kuhschiete auf der Weide. Sie tragen bei zu Lebensraum und Nahrungskette für die Insekten, wie auch die Obstbäume. Zudem gibt es durch die Insekten dann leckeres Obst für Tier und Mensch.”

Lentföhrden 12. April 2019  Die drei Höfe der Öko Melkburen in Lentföhrden, Schmalfeld und Lutzhorn sowie Hof Weide-Hardebek erhalten zusammen eine Förderung von 11.300 Euro für die Pflanzung von Obstbäumen. Aus der Laudatio: “Die Gerd Godt-Grell Stiftung und Grell Naturkost möchten damit die Anerkennung des Engagement für Mensch und Natur aussprechen. Auf den Höfen wird ein hoher Grad an Allgemeinwohlleistungen umgesetzt. Von der Produktion nach Bioland- und Demeter-Richtlinien bis hin zur Verarbeitung und Vermarktung der Produkte: Hier lebt eine Landwirtschaft, ja eine Kultur, die uns und Mutter Erde gut tut! Das verdeutlichen Beispiele.

Biodiversität: Hier sind die Kühe noch draußen auf der Weide und unter den Obstbäumen gibt es noch die wertwolle Kuhschiete auf der Weide, der Beginn einer wichtigen Nahrungskette für Mikroorganismen, Insekten und Vögel. Auch die Hufspuren im Grünland, die oft die Feuchtigkeit halten, sind wichtige Biotope der Insektenentwicklung, damit die Vögel ihre Jungen im Frühling mit Insekten füttern können.

Qualität der Nahrungsmittel fängt bei der Ernährung der Kühe an- kräuterreiche Weide, draußen sein und laufen, und Biestmilch für die Kälber. Verarbeitung der Milch, Jahreszeiten. De Öko Melkburen haben eine Innovation im Tierwohl umgesetzt: Die Entwicklung der muttergebundenen Kälberhaltung. Sie nennen es die Elternzeit für Kuh und Kalb.

Kohlenstoff-Fussabdruck: Zur Internalisierung der externe Effekte wurden von Soil & More errechnet, dass konventionelle Milch der Gesellschaft 18 Cent/Liter kostet, Ökobauern dagegen schenken der Gesellschaft 5 Cent pro Liter schon durch Humusaufbau und CO2-Bindung. Die wahre Leistung der Biobauern wird über den Produktpreis nur zum Teil weitergegeben.

Sie sind Bauernhöfe, um die bäuerliche Kultur aufrecht zu erhalten, wie das Knowhow der Milchverarbeitung oder als Familie und Hof im Dorfleben präsent zu sein und eine offene Stalltür das ganze Jahr zu bieten. Die Leistungen der Landwirte für das Gemeinwohl können wir nicht importieren. Bauern sind wichtige gesellschaftliche Stützpfeiler immer gewesen – und die Natur ist das Fundament.

Wertschätzung: Bei den vielen öffentlichen Auftritten der Öko Melkburen und Hof Weide-Hardebek wird für bäuerliche Landwirtschaft, Regionalität und Transparenz gepunktet, mit Wertschätzung von Partnern (am Beispiel der Meierei, dem Aufbau der SoLaWi), der Ausbildung von Botschaftern und vielem mehr.

Ein Projekt der Zukunft mit Strahlkraft bis in die Metropolregion Hamburg: Hier werden persönliche Entwicklung und das wertschätzende Miteinander gelebt und immer zum Wohle der Natur!

Gerne geben wir den gemeinsam erwirtschafteten Gewinn von Grell Naturkost über die Grell Stiftung zurück an die Natur und an die, die sich ganz besonders um das Wohl der Natur kümmern: an Möllers, Anette und Hans der Glückliche, und an die Höfe Achim Bock und Heino und Sabrina Dwinger sowie die Hofgemeinschaft in Weide-Hardebek – die sich im Frühling an den Bienen freuen und im Herbst an den Äpfeln!

Ihre Gewinnbilanz besteht aus glücklichen Kälbern und Kühen, guter Milch, viel Humus, Insekten, und vielem mehr – und der Freude, sich und uns allen eine Freude zu machen, mit Essen, das uns und Mutter Erde gut tut.”  

Laudatio der Stiftungsbeirätin Ute Thode, von links im Bild: Jasmina (verdeckt) und Andrej Immel (Grell Naturkost), Anette und Hans Möller, Heino und Sabrina Dwinger (De ÖkoMelkburen), Matthias Sagner und Jan Bolten (beide Grell Naturkost) sowie Laura Lauschke (verdeckt, Weide-Hardebek).

Scheck für Obstbäume auf Weide-Hardebek (Jan Bolten und Laura Lauschke)
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