Partnerschaft mit Hof Hasenkrug

17.10.2016: Hühner lernen schnell!

Die braunen Lohmann-Legehennen im Mobilstall beginnen nun zu legen. Nun gibt es sie wieder, die kleinen S-Eier. Etwa drei Wochen  dauert diese Übergangszeit, bis die Legehennen erwachsen sind und dann regelmäßig die normalen Eier pro Tag legen.  

 

26. Juli 2016  Zweiter Durchlauf “Mobilstall mit Mauserpause” auf Hof Hasenkrug

Ergebnis des zweiten Durchlaufes: Nicht zufriedenstellend, da zu große und daher weniger Eier. Dieter Greve hatte seit Mitte August 2015 die weißen Hühner aus der ökologischen Gefügelzucht aufgestallt. Sie sind recht schwer und haben von Anfang an viel größere Eier gelegt, dafür aber wesentlich weniger. Die großen Eier sind nicht einfach für die Vermarktung. Sie fressen gern das Grün im Auslauf. Leider beklagt Dieter Greve ungewohnte Verluste mit diffusen Diagnosen der Tierärztin. Da die Legeleistung dieser Hennen nach einem Jahr nur noch 50 Prozent beträgt (normal sind es 80 bis 85%), kann Hof Hasenkrug sie nicht durch die Mauserpause führen. „Die Mauser ist eine Legepause mit Futterdiät, die zu Federwechsel und Regeneration der Legeorgane führt. Anschließend erreichen die Hühner wieder die Legeleistung, die sie vor der Mauser hatten und das ist bei diesen Tieren leider entschieden zu wenig“, erklärt uns Dieter Greve. So werden die Legehennen im August 2016 in die Gläser von Gut Krauscha wandern. Die Nachfolger sind bei dem Bioland- Familienbetrieb Andrea und Jens Bodden bestellt, wie bisher wieder die Hennen der Rasse Lohmann braun plus, von Elterntieren und Aufzucht nach ökologischen Richtlinien.

 

Hintergrund

Die ökologische Geflügelzucht voranbringen

Legehennen aus ökologisch-ethisch korrekter Zucht, damit Kükenmord überflüssig wird – wann gibt es das?

Die ökologische Geflügelzucht bemüht sich um Tiere, die mit 100 Prozent ökologischer Fütterung eine bestmögliche Leistung und Fitness erreichen (www.oekotierzucht.de).

Bislang liegt die Zucht von Legehennen in der Hand von wenigen weltweit operierenden Unternehmen, die die Elterntierherden über Brütereien bis zur Mast alles im Verbund kontrollieren. Die moderne, einseitige Hochleistungszucht hat zu geschlechtsspezifischer Nutzung geführt (Hähnchenmast und Legehennen). Männliche Küken aus der Zucht der Legehennen werden direkt nach dem Schlüpfen getötet. Mit der neu anvisierten Geschlechterbestimmung im Ei wird das Töten vom Küken zum Embryo im Ei verschoben, mehr wird nicht verändert. Die Hochleistungszucht hat für Öko-Betriebe zu zwei nutzbaren Zuchtlinien geführt. Um richtig gute Zweinutzungshühner zu züchten, muss die Ökobranche wieder eigene Strukturen entwickeln. So lautet denn auch die Aufgabe der neugegründeten gemeinnützigen Ökologischen Tierzucht GmbH von Bioland und Demeter (aus: demeter-Journal Herbst 2015).

Aufgaben der ökologischen Geflügelzucht:

  • Ökologische Zuchtkriterien entwickeln
  • Tiere daraufhin selektieren
  • Zusammenarbeit mit Pflanzenzüchtung, um entsprechende Futterpflanzen zu entwickeln
  • Hühner an 100 Prozent Ökofutter gewöhnen

Ziel ist, das Huhn wieder als Allesfresser und Resteverwerter zu sehen. Das Öko-Huhn sollte nicht mit Proteinfutter aus dem Ausland (Sojabohnen) gefüttert werden.

 

Herbst 2015: Erfolgreiche Bilanz von Hof Hasenkrug und Grell Naturkost für den ersten Durchlauf der Legehennen mit Mauserpause im Mobilstall

Vermarktung des Hühnerfleisches in den Gläsern von Gut Krauscha mit dem Deckelaufkleber Regional exclusiv für Grell Natukost

“Danach hat Mautschke schon immer gesucht,” so Sella Mevert von Gut Krauscha, “nach Bioland-Legehennen aus Mobilhaltung.” Zweijährige Legehennen, die nach der Mauserpause das zweite Legejahr mitmachen, haben sie schon in der Verarbeitung gehabt. Nun kommen von Hof Hasenberg erstmalig Hennen aus dem Mobilstall in die Kochtöpfe. “Wir sind sehr gespannt, denn wir erwarten eine noch bessere Fleischqualität von diesen mobil gehaltenen Hühnern.”

Gut Krauscha kocht aus den Hennen vom Hof Hasenkrug die beliebten Konserven im Glas: Hühnerfleisch in Brühe. Die Herstellung erfolgt handwerklich und traditionell in großen Kochtöpfen. Ein Koch und 5 Frauen sind in der Hofküche des Bioland-Betriebes in der Nähe von Görlitz beschäftigt. Über Grell Naturkost kommen die leckeren Produkte wieder in die Region zurück.

Gute Legebilanz und weniger Bruderkükenmord

“Beim ersten Durchlauf der Legehennen im Mobilstall hat durchschnittlich jedes Huhn in den 20 Monaten – plus 2 Monate Mauserlegepause – 500 Eier gelegt,” resümiert Dieter Greve zufrieden. Für ihn bedeutet die Haltung im Mobilstall mit Mauserpause durchaus tägliche Mehrarbeit. Das zweite Legejahr der Hennen erspart den Kauf neuer Küken und somit das Aussortieren der Bruderküken. Grell Naturkost konnte die Eier erfolgreich an ausgewählte Kunden vermarkten, wenn auch mit 2 Cent weniger als eingeplant. “Doch wir sind optimistisch, dass die Bereitschaft weiter steigt, den Mehrwert anzuerkennen, also für ein glückliches Leben, längere Lebensleistung und weniger Bruderkükentötung zu bezahlen,” so Projektbegleiter Jan Bolten von Grell Naturkost. 

Wir empfehlen: Gut Krauscha Hühnerfleisch mit Brühe regional

 

20. Januar 2015: Nach dem Partyzelt nun in die Mauserpause

Nach einem erfolgreichen Legejahr gehen die Legehennen im Hühnermobil nun gemeinsam in ihre wohlverdiente Legepause.

Die Schutzmaßnahmen der Vogelgrippe erreichen auch Schülp: da der Betrieb Hof Hasenkrug nah am Nord-Ostsee-Kanal liegt, fällt er unter den Schutzstreifen, in dem der  Kontakt mit Wasservögel unterbunden wird. Das heißt also Hausarrest seit Anfang Dezember. Großzügig hat Dieter Greve ihnen Partyzelte aufgebaut, damit sie Auslauf im geschützten Bereich haben. Doch der Sturm Anfang Januar hat die beiden Zelte leider zerlegt. Apfelkörbe und Strohballen bieten nun Spielmöglichkeit und Zeitvertreib in der dunklen Jahreszeit.

Täglich ein Ei – das schafft die moderne Legehenne auch nicht ewig. Nach einem guten Legejahr legen sie nun weniger. Wenn man die Fütterung dem Zustand anpasst, gehen alle Legehennen gemeinsam in die Legepause und wechseln gleichzeitig ihr Federkleid, das nennt man Mauserpause. Wir werden also ab Mitte Januar für 6 bis 8 Wochen keine Eier aus dem Hühnermobil liefern können. Die Bio-Eier allgemein sind derzeit am Markt knapp.

GREVE brief

25.01.2015  Ende letzter Woche haben wir die Mauser bei unseren mobilen Mädels eingeleitet. Dazu wird das Alleinfutter durch Weizenkleie ersetzt. Damit werden die Hühner zwar satt, können aber keine Eier mehr legen. Man sieht ihnen aber auch an, daß sie Erholung brauchen, auch bei dieser Haltung müssen die Mädels während der Legeperiode einige Federn lassen. Gönnen wir ihnen eine Erholungspause, schließlich waren sie schon über 14 Monate sehr fleißig. Sobald sie das Eierlegen komplett eingestellt haben bekommen sie Aufzuchtfutter, damit auch das Körpergewicht etwas angehoben wird. Es wachsen neue Federn nach und der gesamte Legeapparat regeneriert sich, auch der Kalkvorrat der Hühner wird wieder aufgefüllt. Nach ca. 6 Wochen fangen die Mädels wieder von ganz allein mit dem Legen an (hoffentlich rechtzeitig zu Ostern!). Bis dahin bemühen wir uns um Ersatz-Eier von Bioland- Kollegen (bzw. von deren Hühnern).

LG Dieter Greve

Mehrwerte: Dafür stehen wir

05.02.2014 Das Projekt “Hühnermobil” beinhaltet Mehrwerte, z.B. ein längeres Leben der Hennen aus Solidarität mit den Bruderküken. Im Herbst 2013 hat Dieter Greve ein zweites Hühnermobil exklusiv für die Kunden von Grell Naturkost aufgestellt. Die Legehennen sind Mitte November 2013 eingezogen und haben Anfang Dezember die ersten kleinen S-Eier gelegt. Die mittlerweile erwachsenen Hennen legen normale braune Eier, sie stehen ausgewählten Naturkostfachgeschäften exklusiv zur Verfügung. Diese Eier sind an der Endziffer 3 erkennbar. Sie stehen für vielfachen Mehrwert, die wir Ihnen mit den Wertmarken anschaulich zeigen möchten.  Machen Sie gerne mit und kaufen Sie die Eier aus der Partnerschaft von Hof Hasenkrug mit Grell Naturkost und ausgewählten Naturkostfachgeschäften.

Projekt Partnerschaft: Mauser aus Solidarität

  • Länger Leben: Die Legehennen leben ein zweites Leben, da sie nach der Mauserpause weiter legen können. So müssen keine neuen Küken gekauft werden. Das ist unser Beitrag zur Reduzierung der Tötung von männlichen Küken. Die Mauserpause verursacht für die Greves allerdings Mehrkosten.
  • Artgerecht: Die mobilen Ställe von Hof Hasenkrug erfüllen unsere Wünsche an Tierwohl und -idylle. Sie stehen mitten auf der Wiese und werden regelmäßig bewegt, damit die Legehennen stets auf neuer Auslauffläche Grünes picken können. Auch das verursacht Mehrarbeit und Mehrkosten.
  • Transparenz: Wir kommunizieren gemeinsam dieses innovative Projekt.
  • Wertschöpfung in der Region: Wir möchten Ihnen Verbandseier aus der Region anbieten. Darum unterstützen wir Betriebe vor Ort und ermöglichen ihnen vor allem innovative Projekte. So können sie zukunftsfähig bleiben.

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Hof Hasenkrug der Familie Greve

Hofbeschreibung

In der sechsten Generation bewirtschaftet die Familie Greve den Bioland Hof Hasenkrug in Schülp im Herzen Schleswig-Holsteins. Hans Dieter Greve hat den Betrieb 1992 mit 44 Hektar auf ökologische Landwirtschaft umgestellt. Für den überzeugten Bioland Bauern stehen die Erhaltung und Verbesserung einer lebenswerten Umwelt und die Achtung vor dem Leben an erster Stelle: “Ich wollt ich wär ein Huhn,… dann gerne eines auf dem Hof Hasenkrug!”

In großen Ställen mit Wintergarten, ausgedehnten Ausläufen im Obstgarten und auf der Wiese tummeln sich insgesamt rund 6.000 putzmuntere Hühner und produzieren viele goldgelbe Eier im Jahr. Ein zufriedenes Gackern empfängt die Besucher. Jedes Huhn beschäftigt sich nach seiner individuellen Natur: die Vorsichtigen nehmen ihre Sandbäder in der Nähe des Stalls, während die Verwegenen weit ins Gelände hinauslaufen und sich an Gras, allerlei Kräutern und heruntergefallenem Obst laben. Im nur 200 m entfernten Nord-Ostsee-Kanal fahren die großen Schiffe durch die Weiden, das ergänzt die Bilderbuchidylle. Das viele frische Grünfutter sorgt auf natürliche Weise für den kräftig goldgelben Dotter und den guten Geschmack der Eier. Dazu gibt es noch Getreide aus eigenem Anbau.

500 Meter vom Hof entfernt stellt Dieter Greve die Innovation vor: Zwei mobile Hühnerställe auf einer Grünfläche mitten im Wald, in dieser Größe die ersten in Schleswig-Holstein. Hier ist jeweils Platz für 2.400 Tiere. Wöchentlich werden die 23 Tonnen schweren Ställe an einen andern Standplatz auf dem Gelände gefahren, damit sich die abgeweidete und zerscharrte Fläche am alten Platz wieder erholen kann. Auf diese Weise steht den Hühnern immer frisches Gras zur Verfügung, der Auslauf wird gleichmäßig genutzt und auch nicht überdüngt. Vielen Krankheiten kann man so einfach davonfahren. Die Legenester haben einen Schrägboden, damit die abgelegten Eier zum Transportband rollen. Die mit Buchweizenspelzen eingestreuten, abgedunkelten Legenester ermöglichen den Hühnern eine gemütliche Eiablage. Täglich von Hand eingesammelt und zum Hof gebracht werden sie dort mit modernen Maschinen aufgenommen, durchleuchtet, mit der Eiernummer 0-DE-0106261 bis 3 versehen und dann nach den unterschiedlichen Größen sortiert.

Die Mitarbeiterinnen verpacken die Eier in Transportboxen und Kartons um sie frisch an den Verbraucher zu bringen. Verkauft werden die Bioland-Eier in Bioläden in Kiel, Neumünster, Hamburg und Bremen. Karin Greve ist Meisterin der Hauswirtschaft und hat sich zur Kräuterfachfrau und Gesundheitstrainerin im Bereich Ernährung fortgebildet.

Mauserpause

Sie mausern sich: Als erfahrener Hühnerhalter setzt Dieter Greve bei den Legehennen im neuen Hühnermobil der Greve-Grell Partnerschaft auf Lebensdauer und Lebensleistung. Wir alle (incl. den Endkunden) bringen somit einen Beitrag zur Minderung der Tötung der männlichen Küken. Mit Hilfe von Licht und Futter werden die Hennen nach dem ersten Legejahr von 12 bis 15 Monaten in eine Legepausevon 6 bis 8 Wochen geführt, in der sich die Legeorgane regenerieren. Diese Legepause, in der auch die Federn wechseln, nennt man die Mauser. Anschließend beginnt das “zweite Leben”: Insgesamt leben die Hennen dann zwei Jahre und legen 500 Eier (statt 280 Eier bei einem Lebensjahr).

Nach der Aufstallung legt das junge Huhn zunächst ein paar Tage lang delikate kleine Eier (Größe S wiegt unter 53g). Nach wenigen Tagen erreichen sie dann Handelsgröße M und L. In der hofeigenen Sortieranlage werden die frischen Eier auf Einlagerungen und Sauberkeit gesichtet, mit Hofnummer gestempelt und dann nach Gewichtsklassen sortiert und verpackt. Es sind echte Verbandseier, denn die Tiere werden nach Bioland-Richtlinien gehalten und gefüttert.

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Einige Fakten in Kürze:

Stallgröße: 5 Hühner/Quadratmeter (nach Bioland: 6 /m2)

Außenfläche: Am Hühnermobil 10 Quadratmeter Auslauf draußen pro Huhn (zum Vergleich: nach EU-VO sind  4 m2/Huhn vorgeschrieben)

Fütterung: nach Bioland-Richtlinien, zusätzlich konsequent ohne Sojabohnen

Gesundheit: Sandbäder mit Silikatstaub zur Prophylaxe gegen Milben und andere Parasiten

Hahnbesatz: 20-25 Legehennen/Hahn

Zu erreichen ist der Biolandhof Hasenkrug unter folgender Adresse

Karin und Hans Dieter Greve – An der Sparkasse 9 – 24813 Schülp

Telefon 04331 89890

Mobil 0171 1249458

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Die Eiernummer des Betriebes lautet 0-DE-0106261 bis 3