Wer die Saat hat, hat das Sagen.

Die Gerd Godt-Grell Stiftung unterstützt die Züchtung von freiem Saatgut

Die Gerd Godt-Grell Stiftung überreichte am Sonntag, den 11. Juni 2017, einen Scheck in Höhe von 25.000 Euro an Saat:gut e.V. auf Christiansens Biolandhof in Espertoftfeld.

Der Verein Saat:gut im Norden Schleswig-Holsteins hatte zum Brunch eingeladen. Danach wurden unter fachkundlicher Führung die Felder mit dem heranwachsendem Gemüse bestaunt. Zahlreiche Kunden aus Hamburg oder Lübeck waren gekommen, die das frische, samenfeste Gemüse von Christiansen´s Biolandhof verkaufen. Sie wollen die Züchter und ihre Arbeit vor Ort kennen lernen und verstehen. Denn es geht in den Fachgesprächen auf dem Markt bis in die Genetik. Hybridsorten sind nicht nachbaufähig oder nachbauwürdig. CSM-Sorten mit männlicher Sterilität haben gar keine Pollen mehr. Unser Gemüse ist nicht fortpflanzungsfähig? Darum müssen die Gärtner und Höfe jedes Frühjahr neues Saatgut nachkaufen. Nicht nur in Indien, auch wir hier sind längst in der Abhängigkeit der Multikonzerne.

Im Projekt Saat:gut züchtet der Verein Saat:gut e.V. seit 2009 an neuen nachbaufähigen(also samenfesten) Bio-Sorten vor allem bei Blumenkohl und Brokkoli, ebenso wie Rote Bete, Möhre, Pastinake. Das Projekt ist angesiedelt auf Christiansens Biolandhof in Silberstedt, Schleswig-Holstein, und entsprang der Notwendigkeit neuer fertiler Sorten für den ökologischen Erwerbsgarten- und Feldanbau, die für die mehrstufige Vermarktung geeignet sind.

Die aufwendige Biozüchtung per Hand wird durch Spenden finanziert, die maßgeblich von den ökologischen Großhändlern, der Gerd-Godt-Grell-Stiftung, sowie dem Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Bank aufgebracht werden. Der Handel ist auch gefragt, Biozüchtung an den Kunden zu kommunizieren. Die Qualität unserer Ernährung hängt auch davon ab, wie die Sorten und das Saatgut entwickelt werden. In der Biozüchtung wird die Pflanze als Mitgeschöpf respektiert. Qualität wird nicht nur über äußere Eigenschaften definiert; auch die inneren Qualitäten müssen stimmen.

Die Gerd Godt-Grell Stiftung überreichte einen Scheck in Höhe von 25.000 Euro an den Verein Saat:gut. Die Gerd Godt-Grell Stiftung, gegründet von Gerd Godt 2001, hat die Saatgut Initiative auch schon in den Vorjahren mit namhaften Beträgen unterstützt.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Saat:gut e.V.

Förderverein zur Entwicklung und Durchführung ökologischer Pflanzenzüchtung

c/o Barbara Maria Rudolf, Kamper Weg 6, 24887 Esperstoftfeld

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Internet: www.saat-gut.org