Pomarium Gut Wulfsdorf, das Streuobstprojekt

Auf den Flächen, die vom Hof Gut Wulfsdorf, Ahrensburg, bewirtschaftet werden, gab es 2014 einen Bestand von ca. 70 Obstbäumen. Mit der Sichtung und Pflege dieser Bäume begann das Streuobstprojekt Pomarium, dessen Träger der Initiativkreis Gut Wulfsdorf e.V. ist. Eine erste Pflanzung mit alten Sorten erfolgte 2014, zwei weitere 2016. Das Gut Wulfsdorf stellt die Flächen für Streuobst zur Verfügung. Das Pomarium ist Teil des Initiativkreises, der die pädagogische Arbeit für Landwirtschaft und Nachhaltigkeit auf Gut Wulfsdorf und im stadtnahen Umfeld organisiert. Die Gerd Godt-Grell Stiftung fördert die Anlage und Pflege von Baumschule und Streuobstwiesen durch das Pomarium mit insgesamt 8.500 Euro.

„Vor einigen Jahren wurde das Projekt ehrenamtlich begonnen“, berichtet Michael Heißenberg, Hauptinitiator des Pomarium und Mitglied des gemeinnützigen Vereins. „Die wichtigsten Ziele liegen in der Sortenerhaltung, dem Erhalt der genetischen Vielfalt der Obstbäume und in der Entwicklung von artenreichen Biotopen in Norddeutschland. Es genügt nicht, die Bäume zu pflanzen. Sie müssen auch fachgerecht gepflegt und beschnitten werden. Das Konzept sieht auch die ökologische Bildungsarbeit zur Pflege der Obstbäume vor. Durch die Stiftungsförderung wird die Teilnahme an einem Lehrgang für Obstbaumpflege ermöglicht. Die Ernte der alten Sorten ist der ideelle Lohn der ehrenamtlichen Helfer.“

Derzeit hat das Pomarium 350 Obstsorten in Pflege. Die ersten jungen Obstbäume der Baumschule wurden schon 2014 auf Gut Wulfsdorf gepflanzt. Weitere Pflanzungen wurden bereits auf Gut Stellshagen bei Boltenhagen, auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf, beim Tagungszentrum Haus am Schüberg Ahrensburg, beim Altenpflegeheim Tobias-Haus Ahrensburg und bei der Naturschule Wilde Zeiten in Hamburg angelegt. Dabei fallen Kosten für Pfähle und Draht und auch laufende Pflegemaßnahmen an. Gefördert wird die Arbeit des Pomarium durch die Gerd Godt-Grell Stiftung mit 8.500 Euro sowie weiteren Stiftungen.

Anlässlich des 200. Firmenjubiläums des Bio-Großhandels Grell Naturkost in Kaltenkirchen vergibt die Gerd Godt-Grell Stiftung jährlich Fördergelder bis zu 200.000 Euro an Projekte und Initiativen für gesunde Ernährung und Umweltschutz.

„Gesundheit und Umweltschutz waren wichtige Lebensziele des Stifters Gerd Godt“, so Frank Schneider, Vorsitzender der Gerd Godt-Grell Stiftung. „Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit mit Gut Wulfsdorf zur Anlage der vielfältigen Streuobstanlagen geführt hat. Jeder neue Obstbaum ist ein Gewinn für Natur und Mensch. Die Stiftungsmittel wurden von der Firma Grell Naturkost in der Region erwirtschaftet. Sie werden durch Projekte wie hier sinnvoll und satzungsgemäß aktiv reinvestiert. Ein schöner natürlicher und nachhaltiger Kreislauf.“

 

Vertreter/innen von Gut Wulfsdorf Hof, Hofladen, Initiativkreis und Pomarium sowie Grell Naturkost und Gerd Godt-Grell Stiftung
Stormarner Tageblatt 30.01.2019

 

 

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