PM Westerrönfeld: Vom Kiesabbau zur Streuobstwiese

 PRESSEEINLADUNG zum 20. Dezember 2018

  

Vom Kiesabbau zur Streuobstwiese

Gerd Godt-Grell Stiftung fördert Natur- und Klimaschutz

Pflanzaktion am Donnerstag, den 20. Dezember 2018, in Westerrönfeld

 

Die Natur bekommt ein Stück Land zurück. Zur Pflanzaktion in Westerrönfeld laden Biobauer Hans Dieter Greve, Hof Hasenkrug, Landeigentümer Dr. Nils Cramer und die Gerd Godt-Grell Stiftung ein. Gepflanzt werden 100 Obstbäume.

 

Einladung zum Pressetermin am

Donnerstag, den 20. Dezember 2018, 10.30 Uhr

in Westerrönfeld, Dorfstraße in Richtung Schülp, gegenüber der Einfahrt zum Waldkindergarten.

 

Biobauer Hans Dieter Greve und Eigentümer Dr. Nils Cramer renaturieren die ehemalige Kiesgrube. Zuerst wurde die Fläche nach der Wiederauffüllung mehrere Jahre ökologisch bewirtschaftet. Durch die Ansaat von Klee und artenreichen Gräsern haben sich die Bodenlebewesen wieder eingestellt. Als nächster Schritt werden nun Obstbäume ins Dauergrünland gepflanzt. Die Bäume steigern den ökologischen Wert enorm. Vor allem Streuobstwiesen sind besonders wertvoll für die Vielfalt in der Insektenwelt. Die Pflege der Fläche übernimmt die Mutterkuhherde der Familie Greve. Später soll die Obstanlage zur Eigenernte von Westerrönfelder Kindern und Bürgern freigegeben werden. Die Gerd Godt-Grell Stiftung finanziert die Anpflanzung der Obstbäume in Höhe von 12.000 Euro.

 

Zitat Dr. Nils Cramer: „Streuobstwiesen zählen mit über 1.000 verschiedenen Pflanzen- und Tierarten zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa. Sie sind ein wahres Nahrungsparadies. Die Blütenbesucher finden hier ein vielfältiges Angebot. Die Vögel als Insektenfresser sind das ganze Jahr über versorgt. Und schließlich wird auch das Obst von vielen Insekten, Vögeln und Säugetieren gerne genutzt.  

Streuobstwiesen verdienen unsere höchste Wertschätzung. Gerade auch in Schleswig-Holstein sind Streuobstwiesen hervorragende Alternativlebensräume in der zunehmend artenarmen Agrar-und Kulturlandschaft, besonders für die aktuell gefährdeten Insekten.“

  

Bioland-Hof Hasenkrug

Hans Dieter Greve ist ein Bioland-Bauer, wie er im Bilderbuch beschrieben steht. Auf Hof Hasenkrug laufen die Hühner frei herum, einige im Auslauf unter Bäumen, andere fahren mit dem Mobilstall im frischen Grün auf Grasflächen. Eine kleine Mutterkuhherde weidet mit ihren Kälbern auf dem Grünland, nebenan auch ein paar Schafe. Auf dem Acker wächst eine Vielfalt an Kartoffelsorten. Dieses Jahr sind sogar schottische und französische Sorten im Versuchsanbau. Hof Hasenkrug liefert Eier mit Mehrwert. Die Hühner im Hühnermobil legen nach einer Legepause in einer zweiten Legeperiode. So wird auf Hof Hasenkrug vielen männlichen Küken ein früher Tod erspart.

 

Zitat Dieter Greve: „Wir sind ständig gefordert, Ökonomie und Ökologie in Balance zu halten. Gleichzeitig möchten wir die Schöpfung achten und bewahren. Als Bauer versuche ich das Vieh mit einem Höchstmaß an Tierwohl zu halten, den Boden schonend zu bewirtschaften und die Zusammenhänge der Natur zu verstehen und ihr Freiräume zu geben. Mit der Anlage einer Streuobstwiese leisten wir einen wertvollen Beitrag zum Erhalt vieler bedrohter Arten.“

 

Grell Naturkost fördert den Kohlenstoffausgleich

Seit dem 200jährigen Firmenjubiläum von Grell Naturkost im Jahr 2018 fördert die Gerd Godt-Grell Stiftung Projekte für gesunde Umwelt und Ernährung im Norden mit jährlich 200.000 Euro. Das Unternehmen und die Stiftung haben die gleiche Intention. Umwelt- und Naturschutz stehen genauso auf der Agenda wie gesunder Boden und gesunde Ernährung. Jeder Obstbaum speichert bis zu einer Tonne Kohlenstoff im Laufe seines Lebens. Der vielfältige ökologische Wert geht aber weit über die Bindung von Kohlendioxid hinaus.

 

Das Bestreben von Grell Naturkost und der Gerd Godt-Grell Stiftung ist es, auf vielen Ebenen die Kohlenstoffbilanz zu verbessern. Wichtige Stichpunkte sind Regionalität, E-Mobilität und eine Kohlenstoffbindung über Humus und Bäume. Grell Naturkost und der Gerd Godt-Grell Stiftung ist es gemeinsam ein Anliegen, nachhaltiges Management umzusetzen und ermutigende Botschaften zu übermitteln!

 

Grell Naturkost fördert ökologische Projekte im Norden

Zahlreiche Pflanzaktionen von Bäumen und Streuobstwiesen sind in Planung. Die ersten Bäume wurden im Sommer 2018 am Firmenstandort in Kaltenkirchen gepflanzt. Auf Gut Wulksfelde werden derzeit zwei Hecken sowie 16 Linden in der historischen Lindenallee auf Gut Stegen gepflanzt, die Fördersumme beträgt 5.000 Euro. Das Pomarium auf Gut Wulfsdorf erhält einen Scheck über 7.500 Euro für den Auf- und Ausbau eines Streuobstprojekts.

Frank Schneider, Vorsitzender der Gerd Godt-Grell Stiftung: „Wir freuen uns sehr, etwas für zukünftige Generationen tun zu können. Wir stehen am Anfang, gemeinsam mit anderen Akteuren eine gute Geschichte zu schreiben, um Schleswig-Holstein baumreicher zu machen. Bäume binden Kohlendioxid und schenken Sauerstoff. Bäume sind wichtiger Lebensraum für Vögel und Insekten und sie bringen auch den Menschen Nahrung und Erholung.“

 

Gewinn für Land und Leute

Die Pflanzaktionen sind einige von vielen Projekten, die zeigen, dass der Verdienst des Bio-Großhandels Grell Naturkost in der Region bleibt. Und nachhaltig Gutes bewirkt. Die Gerd Godt-Grell Stiftung, gegründet 2001, fördert die Züchtung von ökologischem, nachbaufähigen Sorten des Saat:gut Vereins und des Projekts Apfel:gut. Des Weiteren finanziert die Gerd Godt-Grell Stiftung einen Teil der bundesweiten Biobrotbox-Aktion, damit sie auch hier im Norden stattfinden kann. So werden die Erstklässler und ihre Eltern über gesunde Ernährung in der Schule informiert.    

 

 

Termin:        Donnerstag, den 20. Dezember 2018, 10.30 Uhr.

Ort:                Westerrönfeld, Dorfstraße in Richtung Schülp, gegenüber der Einfahrt zum Waldkindergarten.


 

Foto:

Dr. Nils Cramer und Frau, Eigentümer

Hans Dieter Greve, Bioland Hof Hasenkrug, Schülp b. Rendsburg

Hans Otto Schülldorf, Bürgermeister Westerrönfeld

Frank Schneider, Vorstand der Gerd Godt-Grell Stiftung

Andreas Ritter-Ratjen, Geschäftsführender Gesellschafter C.F. Grell Nachf. Naturkost GmbH & Co.KG

Matthias Sagner, Geschäftsführer C.F. Grell Nachf. Naturkost GmbH & Co.KG

 

 

Hintergrundinformation

 

Dr. Nils Cramer: Aus Kiesgrube wird Streuobstwiese

Obstwiesen sind für viele Tierarten ein Nahrungsparadies. Blütenbesucher finden hier ein vielfältiges Angebot. Insektenfresser sind das ganze Jahr über versorgt. Und schließlich wird das Obst von verschiedenen Insekten, Vögeln und Säugetieren gerne genutzt.

Intakte Streuobstwiesen zählen als überragende naturnahe Flächen der Biodiversität zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa. Über 1 000 verschiedene Pflanzen- und Tierarten wurden bereits auf einer Streuobstwiese festgestellt. Auch in Schleswig-Holstein sind sie hervorragende Alternativlebensräume in der zunehmend artenarmen Agrar-und Kulturlandschaft. Sie bieten Rückzugsräume für zahlreiche bedrohte Arten, besonders der derzeit aktuell gefährdeten Insekten, und verdienen daher höchste Wertschätzung.

Der Weg von einer Kiesgrube zu einer Streuobstwiese ist lang und aufwendig. Zunächst wurde die Kuhle mit unterschiedlichem Bodenmaterial verfüllt, der Boden dann durch ackerbauliche Zwischennutzung in Kulturzustand gebracht. Ungleichmäßige Sackung erforderte zur Einebnung weiteren 300 cbm Muttererde. Nach intensiver mechanischer Unkraut- und vor allem Ungrasbekämpfung, die im Dürrejahr 2018 erfolgreich durchgeführt werden konnte, erfolgte im Herbst eine Spezialansaat mit diversen Gras- Leguminosen- und Kräuterarten. Bereits im Spätherbst konnten auf der Neuansaatfläche dann die ersten Mutterkühe aufgetrieben werden, um auf der Streuobstfläche und angrenzenden Weiden ihre Kälber aufzuziehen.

 

 

 

 

Pressekontakt:

Ute Thode, Öffentlichkeitsarbeit

Gerd Godt-Grell Stiftung

c/o C.F. Grell Nachf. Naturkost GmbH&Co.KG

Boschstraße 3,

24568 Kaltenkirchen

Tel. 04191-9503-76 und Mobil 0152 285 096 79

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www.grell-stiftung.de

 

 

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