Kampagne Bienen und Bauern retten

Wir setzen uns für eine neue Politik in Brüssel ein, die eine regerative Landwirtschaft stärker fördert als bisher. Daher unterstützt Grell Naturkost die europäische Kampagne Bienen und Bauern retten. Die Forderungen dieser Europäischen Bürgerinitiative (EBI) sprechen uns aus dem Herzen, ja – Bienen und Bauernhöfe erhalten. Wir sind sowohl finanziell als auch tatkräftig und ideell dabei. Bauernhöfe bieten eher eine zukunftsfähige, vielfältige Lebengrundlage inklusive sozialer Kultur als eine großstrukturierte Nahrungsindustrie es kann.

Die EU möchte aktuell mit dem Green Deal neue Umweltziele durchsetzen und muss – zum Beispiel anhand der neuen Farm-to-Fork-Vorschläge – der Landwirtschaft neue Perspektiven aufzeigen. Die Debatte wird also geführt. Die Kampagne Bienen und Bauern braucht mehr als 1 Million Unterschiften in Europa bis September 2020. Dann müssen sich das europäische Parlament und die europäische Kommission mit ihren Forderungen auseinandersetzen. Das gibt dann sozusagen noch mal Rückenwind. 

Den Hintergrund finden Sie unten in Kurzform, weitergehende Informationen auf der Homepage der Kampagne mit wissenschaftlichen Beiträgen und Antworten.

Ökosysteme stehen vor dem Kollaps

Internationale Wissenschaftler*innen fordern eindringlich einen Systemwandel, um den Zusammenbruch der Natur zu stoppen. Ein Viertel der Wildtiere in Europa ist stark bedroht, die Hälfte unserer Naturlandschaft befindet sich in einem kritischen Zustand und unsere Lebensgrundlagen sind in Gefahr.

Insbesondere Bienen und andere Bestäuber sind für den Erhalt der Ökosysteme und Artenvielfalt unverzichtbar. Wie die meisten anderen Insekten sind sie jedoch durch den fortschreitenden Verlust an Lebensraum und den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft existenziell bedroht.

Unterdessen werden Millionen von Bäuerinnen und Bauern durch unfairen Wettbewerb und mangelnde politische Unterstützung vom Markt gedrängt. In der EU sind zwischen 2005 und 2016 vier Millionen kleine und mittelgroße Betriebe verschwunden!

Daher sind die drei Kernforderungen der Europäischen Bürgerinitiative an die EU-Kommission

1.Schrittweiser Ausstieg aus synthetischen Pestiziden: Der Einsatz von synthetischen Pestiziden in der EU-Landwirtschaft soll bis 2030 um 80 Prozent reduziert werden. Bis 2035 sollen die EU-Mitgliedstaaten komplett pestizidfrei sein.

2.Maßnahmen zur Erholung der Biodiversität: Biotopflächen sollen wiederbelebt und landwirtschaftliche Flächen so gestaltet werden, dass sie die Artenvielfalt fördern.

3.Unterstützung von Bäuerinnen und Bauern: Landwirt*innen sollen beim notwendigen Übergang zu einer ökologischen Agrarwirtschaft unterstützt werden. Kleinteilige, vielfältige und nachhaltige landwirtschaftliche Strukturen sowie der Ökolandbau sollen ausgebaut sowie die Forschung zu pestizid- und gentechnikfreiem Anbau gefördert werden.

Mehr Informationen zur europaweiten Kampagne finden Sie unter

www.savebeesandfarmers.eu/deu

und beim Umweltinstitut München unter

www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/bienen-und-bauern-retten

 

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