Gerd Godt-Grell Stiftung finanziert Streuobstwiese

Obstbäume für die Kiesgrube – Gerd Godt Grell Stiftung fördert Streuobstwiese

28. Dezember 2018 Westerrönfeld. Die Natur bekommt ein Stück Land zurück. Zur Pflanzaktion in Westerrönfeld luden Hof Hasenkrug Dieter Greve, und die Gerd Godt-Grell Stiftung ein. Gepflanzt werden 100 Obstbäume durch die Gerd Godt-Grell Stiftung.

Biolandbauer Hans Dieter Greve und Eigentümer Dr. Nils Cramer renaturieren die ehemalige Kiesgrube. Zuerst wurde die Fläche nach der Wiederauffüllung mehrere Jahre ökologisch bewirtschaftet. Durch die Ansaat von Klee und artenreichen Gräsern haben sich die Bodenlebewesen wieder eingestellt. Als nächster Schritt werden nun Obstbäume ins Dauergrünland gepflanzt. Die Bäume steigern den ökologischen Wert enorm. Vor allem Streuobstwiesen sind besonders wertvoll für die Vielfalt in der Insektenwelt. Die Pflege der Fläche übernimmt die Mutterkuhherde der Familie Greve. Später soll die Obstanlage zur Eigenernte von Westerrönfelder Kindern und Bürgern freigegeben werden. Die Gerd Godt-Grell Stiftung finanziert die Anpflanzung der Obstbäume in Höhe von 12.000 Euro.

Zitat Dieter Greve: „Wir sind ständig gefordert, Ökonomie und Ökologie in Balance zu halten. Gleichzeitig möchten wir die Schöpfung achten und bewahren. Als Bauer versuche ich das Vieh mit einem Höchstmaß an Tierwohl zu halten, den Boden schonend zu bewirtschaften und die Zusammenhänge der Natur zu verstehen und ihr Freiräume zu geben. Mit der Anlage einer Streuobstwiese leisten wir einen wertvollen Beitrag zum Erhalt vieler bedrohter Arten.“

 

Grell Naturkost fördert den Kohlenstoffausgleich

Seit dem 200-jährigen Firmenjubiläum von Grell Naturkost im Jahr 2018 fördert die Gerd Godt-Grell Stiftung Projekte für gesunde Umwelt und Ernährung im Norden mit jährlich 200.000 Euro. Das Unternehmen und die Stiftung haben die gleiche Intention. Umwelt- und Naturschutz stehen genauso auf der Agenda wie gesunder Boden und gesunde Ernährung. Jeder Obstbaum speichert bis zu einer Tonne Kohlenstoff im Laufe seines Lebens. Der vielfältige ökologische Wert geht aber weit über die Bindung von Kohlendioxid hinaus.

Zitat Dr. Nils Cramer: „Streuobstwiesen zählen mit über 1.000 verschiedenen Pflanzen- und Tierarten zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa. Sie sind ein wahres Nahrungsparadies. Die Blütenbesucher finden hier ein vielfältiges Angebot. Die Vögel als Insektenfresser sind das ganze Jahr über versorgt. Und schließlich wird auch das Obst von vielen Insekten, Vögeln und Säugetieren gerne genutzt. Streuobstwiesen verdienen unsere höchste Wertschätzung. Gerade auch in Schleswig-Holstein sind Streuobstwiesen hervorragende Alternativlebensräume in der zunehmend artenarmen Agrar-und Kulturlandschaft, besonders für die aktuell gefährdeten Insekten.“

von rechts: Ute Thode, ÖA Grell Naturkost, Frau und Herr Cramer, Westerrönfeld; Hans Dieter Greve, Hof Hasenkrug; Matthias Sagner GF Grell Naturkost; Hans Otto Schülldorf, Bürgermeister Westerrönfeld; Tobias Greve, Hof Hasenkrug; Andreas Ritter-Ratjen, Gesellschafter Grell Naturkost und Beirat der Gerd Godt-Grell Stiftung; große und kleine Mitarbeiter des Waldkindergarten

 

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