Bio-Regional ist und bleibt 1. Wahl

Voll daneben gegriffen:
Nutzung der Marke “Bio-Regional ist 1. Wahl” im Spiegel Online Artikel vom 15.06.2017    “Total bio, aber tödlich”

Und dabei geht es im Artikel nicht mal um Bio-Lebensmittel!!!

Der Normalleser bekommt den vollständigen Inhalt des Artikels gar nicht zu lesen, da man sich für den Spiegel Online-Artikel auf der Plattform LaterPay registrieren muss. Das hält Leser allein aus Datenschutzgründen vom Weiterlesen ab. Es wird sich der breiten Öffentlichkeit also nicht erschließen, dass es sich im Interview nur um die generellen Risiken der Verunreinigung von Lebensmitteln dreht. Mehr als schade!

Timo Tottmann, Geschäftsführer Die Regionalen GmbH, dem deutschlandweiten Verbund von Naturkostgroßhändlern, hat dem Autor des Spiegel Online Artikels um Stellungnahme und Wiedergutmachung gebeten.

Hier ein Auszug aus seinem Brief:

Wir gehören als Die Regionalen, so kann man es glaube ich ausdrücken, zu den Ur-Bios. Wir sind die Pioniere, die vor über 30 Jahren angefangen haben, die ersten Bio Produkte in den verschiedenen Regionen Deutschlands von den ersten Bio-Erzeugern in die ersten Bioläden zu transportieren. Damals wurden wir noch als Müslifresser abgestempelt. Aber wir sind  aus der festen Überzeugung angetreten, dass wir etwas gegen Pflanzenschutzmittel, Kunstdünger und grausem Formen der Nutztierhaltung unternehmen müssen. Heute, eine Generation später, ist Bio in der Mitte der Gesellschaft angekommen und sozusagen in aller Munde. Eigentlich gut, denn wir sind ja in den Anfängen schon mit der Vision gestartet, dass Bio das einzig Richtige ist und die grundsätzliche Ernährungsform für jeden sein sollte. Daran halten wir auch weiter fest.

Aber die großen Player des Lebensmittelhandels Edeka, ReWe, Aldi, Lidl und Co. sind aus reinem Gewinnstreben in den letzten Jahren auch auf unseren Zug aufgesprungen und machen es seitdem dem kleinen Bioladen nicht gerade einfacher. Jahrzehnte belächelt und verspottet steht nun manch einen Bioladenbesitzer in seinem leereren Geschäft, glaubt weiterhin fest an seine Grundsätze und Ideale, stellt aber parallel fest, dass seine Kunden nach nebenan in den Discounter rennen, weil dort der intensiv beworbene Bio-Standard zu Kampfpreisen angeboten wird.

Damit diese Läden, die in der Regel oft über keine oder nur geringste Finanzmittel für Marketingaktivitäten verfügen, nicht vollständig schutzlos der LEH Übermacht ausgeliefert sind, gibt es uns. Wir bemühen uns als Verbund der regionalen Naturkostgroßhändler seit mehr als 20 Jahren, diese Läden mit Marketingaktivitäten zu unterstützen: mit Aktionsflyern, Verpackungsmitteln und im Online Marketing. Dabei ist eine unserer eingetragenen Marken die Marke „Bio-REGIONAL ist 1.Wahl“, die wir im Obst- und Gemüse-Bereich einsetzen.

Warum nutzen Sie unser Marken-Logo in Verbindung mit dem Titel „Total bio, aber tödlich“?

Und dabei geht es in Ihrem Artikel nicht mal um Bio-Lebensmittel! Mal ehrlich, reicht es nicht, dass Edeka und Aldi mit ihren Millionenbudgets den kleinen Bioladen nieder machen – und damit übrigens tausende Arbeitsplätze gefährden? Müssen Sie, auf Kosten dieser selbständigen Läden, einen reißerischen Titel in Verbindung mit unserer eingetragenen Marke für Obst & Gemüse bringen und damit in der öffentlichen Meinung auch noch Gefahren und Qualitätsmängel in der Obst- und Gemüse-Ware im Bioladen unterstellen?

Es hätte sicherlich genügend Gemüse-Fotos der Kollegen von Wir lieben Lebensmittel gegeben. Aber vermutlich drohen diese Kollegen schon vorab mit einem Anwalt, wenn man als Redakteur auch nur darüber nach denkt, das große blaue E und das Wort tödlich in eine Artikelzeile zu schreiben.

Ich erbitte außerdem einen Lösungsvorschlag, wie Sie diese falsche öffentliche Darstellung zu unserer Marke gerade rücken möchten.

Mit freundlichen Grüßen,

Timo Tottmann, Die Regionalen GmbH